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Glascontainer: Einwurfzeiten und was in welche Farbe gehört
Kurz: Werktags etwa 7 bis 20 Uhr, sonntags nicht. Weiß, Grün und Braun getrennt, alles andere Bunte zu Grün. Deckel ab, ausspülen unnötig. Und nur Verpackungsglas — kein Trinkglas, kein Fensterglas, keine Glühbirne.
Warum es überhaupt Einwurfzeiten gibt
Nicht wegen des Abfalls, sondern wegen des Lärms. Eine Flasche, die zwei Meter tief auf Scherben fällt, erzeugt einen kurzen, sehr scharfen Schall — messbar bis weit über die Straße. Die 32. Bundes-Immissionsschutzverordnung schützt Sonn- und Feiertage sowie die Nachtruhe, und die Gemeinden schreiben das in ihre Abfallsatzungen: Einwurf nur werktags, in vielen Orten außerdem nicht zwischen 13 und 15 Uhr. Wer sich fragt, warum ausgerechnet Glas eine Uhrzeit hat und Papier nicht — das ist der Grund.
Die genaue Zeit steht auf dem Aufkleber am Container. Sie unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde, und deshalb steht hier keine Zahl, die für Deinen Standort gälte: Was auf dem Container steht, gilt.
Die drei Farben — und warum sie zählen
Altglas wird zu neuem Glas eingeschmolzen, und dabei überlebt die Farbe. Aus braunem Glas wird braunes Glas; aus weißem Glas mit ein paar grünen Scherben wird grünliches Glas, das sich nicht mehr als Weißglas verkaufen lässt. Weißglas ist das empfindlichste und gleichzeitig das wertvollste — deshalb ist gerade dort die Trennung wichtig.
- Weißglas — farblose Flaschen und Gläser.
- Braunglas — Bier- und Medizinflaschen.
- Grünglas — grüne Flaschen und alles andere Bunte: blau, rot, gelb. Grün verträgt Fremdfarben am besten.
Gibt es vor Ort nur zwei Einwurfschächte, kommt alles Bunte zum Grünglas. Und eine Beruhigung zum verbreiteten Verdacht, am Ende werde ohnehin alles in denselben Laster gekippt: Die Sammelfahrzeuge haben getrennte Kammern, und die Trennung wird beim Entleeren beibehalten.
Deckel ab, Spülen nicht nötig
Schraubverschlüsse, Kronkorken und Pumpaufsätze sind Metall oder Kunststoff und stören im Schmelzofen; sie gehören in die gelbe Tonne. Etiketten dürfen dranbleiben, sie verbrennen rückstandsfrei. Ausspülen musst Du nichts: Restentleert reicht völlig, und jeder Liter Trinkwasser, den Du dafür verwendest, ist ökologisch teurer als der Marmeladenrest im Glas.
Was auf keinen Fall hineindarf
Trinkgläser, Fensterscheiben, Spiegel, Porzellan, Keramik, Blumenvasen, Glühlampen, Energiesparlampen und Glaskeramik-Kochfelder. Alles davon hat eine andere Zusammensetzung als Verpackungsglas und schmilzt bei anderen Temperaturen. Dafür ist der Wertstoffhof zuständig, Energiesparlampen und LED gelten zusätzlich als Elektroaltgerät und gehören in die Schadstoff- oder Elektrosammlung.
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